Effizient. Zuverlässig.
Maßgeschneidert.
Factoring für produzierendes
Gewerbe und Handel.

Einfach nachzuschlagen.

Die wichtigsten Begriffe.

Ausfallrisiko
Risiko des teilweisen oder vollständigen Forderungsverlusts wegen der Zahlungsunfähigkeit eines Abnehmers (Debitors). Der Factor übernimmt das Ausfallrisiko bis zu 100 Prozent regresslos. (Delkredere).
Außenstände
Unbezahlte Rechnungen, die die Liquidität belasten; betriebswirtschaftlich gesehen totes Kapital, das sich mithilfe von Factoring problemlos aktivieren lässt. (Liquidität)
Basel II
Zweites Konsultationspapier, das der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht im Januar 2001 vorgelegt hat. Dieser Ausschuss setzt sich aus Vertretern der Bankenaufsichtsbehörden der führenden Industrieländer (Zehnergruppe) zusammen. Das Konsultationspapier enthält Empfehlungen für die Neuordnung des Bankensystems in der Welt.
Basel III
Mit Basel III ergänzte 2010 der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht die Empfehlungen von Basel II. Ausgehend von den Erfahrungen mit Basel II und der weltweiten Wirtschaftskrise wird von den Banken nun eine Kernkapitalquote von 7 Prozent gefordert. Die Kernkapitalquote bezeichnet das Verhältnis von Bankeigenkapital zu riskobehafteten Bankgeschäften. Mögliche Kreditausfälle und Wertverluste im Zuge von Finanzkrisen sollen so abgefangen werden. Die Folge sind nochmals verschärfte Bedingungen für Mittelstandskredite.
Bonität
Kreditwürdigkeit von Geschäftspartnern; die laufende Bonitätsprüfung der Debitoren gehört zum Service des Factors. Sie ist mitentscheidend für die Höhe des Factoringentgelts.
Branchen
Industrie-, Großhandels- und Dienstleistungsunternehmen aus mehr als 30 Branchen nutzen die Vorteile des Factorings. Zu den Factoringkunden gehören zunehmend auch Unternehmen, die überwiegend Auslandsgeschäfte betreiben.
Deutscher Factoring-Verband e.V.
Wirtschaftsverband zur Förderung der geschäftlichen Interessen der führenden Factoringinstitute in Deutschland.
Debitorenbuchhaltung
Kundenbuchhaltung: Überwachung und Buchung der Zahlungseingänge, wird im Rahmen des Factoringvertrags vom Factor übernommen.
Debitorenmanagement
Dazu gehören Debitorenbuchhaltung, regelmäßige Bonitätsprüfung, Mahnwesen und Inkasso. Für das Unternehmen ist das Debitorenmanagement häufig mit erheblichem Zeit- und Personalaufwand verbunden; die Übernahme des Debitorenmanagements gehört zum Serviceangebot des Factors. (Outsourcing)
Delkredere
Haftung des Factors für teilweisen oder vollständigen Forderungsverlust durch Zahlungsunfähigkeit eines Abnehmers. Die Zahlungsunfähigkeit gilt nach einer festgelegten Frist ohne besonderen Nachweis als eingetreten, wenn der Abnehmer nicht gezahlt und keine Einwände gegen seine Zahlungspflicht erhoben hat.
Eigenkapitalquote
Kennzahl aus der Bilanzanalyse, bei der das Eigenkapital zum Gesamtkapital in Beziehung gesetzt wird.
Export-, Importfactoring
Factoring für grenzüberschreitende Waren- und Dienstleistungsgeschäfte, bei denen Unternehmen (Exporteure, Importeure) die Leistungen eines Factors in Deutschland in Anspruch nehmen. Die Factoringanbieter wickeln das Factoring entweder direkt oder unter Einschaltung eines Korrespondenzpartners in den jeweiligen Exportländern ab. (Internationale Kooperation)
Factoring
Kauf von Geldforderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen. Factoring dient der kurzfristigen Umsatzfinanzierung und dem 100-prozentigen Schutz vor Forderungsausfällen; zum Factoring gehört ein effizientes Debitorenmanagement.
Echtes Factoring
Der Factor hat keine Rückgriffsmöglichkeit auf seinen Kunden, d. h. er übernimmt bei Zahlungsunfähigkeit des Debitors das Ausfallrisiko.
Unechtes Factoring
Der Factor hat die Möglichkeit, bei Zahlungsunfähigkeit des Debitors auf den Factoringkunden zurückzugreifen.
Factoringentgelt
Preis für die Übernahme des Ausfallrisikos und des Debitorenmanagements durch den Factor. Er richtet sich nach Risiko und Arbeitsaufwand und liegt in Deutschland zwischen 0,8 und 2,5 Prozent des angekauften Forderungsbestands (Bruttoumsatz). (Kosten)
Factoringinstitut (Factor)
Anbieter der komplexen Finanzdienstleistung Factoring, zu der neben kurzfristiger Umsatzfinanzierung auch die 100-prozentige Absicherung von Forderungsausfällen und die Übernahme des Debitorenmanagements gehören. Die in Deutschland tätigen Factors bieten neben dem Standardfactoring, auch Full-Service-Factoring genannt, vielfältige Factoringvarianten, die sich nach dem Bedarf der Kunden richten.
Forfaitierung
Form der Exportfinanzierung, bei der ein Finanzinstitut (Forfaiteur) mittel- bis längerfristige Exportforderungen ankauft. Der Forfaitierung liegen abstrakte Zahlungsforderungen zugrunde, z. B. Wechsel- oder Buchforderungen.
Full-Service-Factoring
Neben der sofortigen Finanzierung und der 100-prozentigen Risikoübernahme entlastet der Factor seine Kunden bei Bedarf im gesamten Debitorenmanagement. Debitorenbuchhaltung, Mahn- und Inkassowesen werden vom Factor übernommen, der Unternehmer kann sich voll auf sein Kerngeschäft konzentrieren.
Geldforderungen
Außenstände aus Warenlieferungen und Dienstleistungen; ohne die Nutzung von Factoring sind sie für den Lieferanten bis zur endgültigen Bezahlung mit einem Ausfallrisiko verbunden. Durch den Verkauf seiner Geldforderungen an den Factor erhält der Lieferant sofort Liquidität. (Nutzen des Factorings)
Inhouse-Factoring
Insbesondere für Unternehmen, die bereits über ein professionelles Debitorenmanagement verfügen, ist dies oft die beste Wahl. Das Debitorenmanagement verbleibt hierbei im Unternehmen. Erst wenn ein gerichtliches Mahnverfahren ansteht, übernimmt der Factor wieder die Verantwortung. Ansonsten stellt er auch hier die sofortige Finanzierung und übernimmt das Risiko zu 100 Prozent.
Inkasso
Einzug von Forderungen; im Rahmen des Factorings gehört das Inkasso zum Debitorenmanagement.
Internationales Factoring
Factoring für grenzüberschreitende Waren- und Dienstleistungsgeschäfte, wird je nach Sitz des Factoringkunden als Export- oder Importfactoring bezeichnet. Das Factoringgeschäft wird entweder auf direktem Wege oder unter Einschaltung eines Korrespondenzpartners in den jeweiligen Ländern abgewickelt.
Insolvenz
Dauernde Unfähigkeit, fällige finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen.
Kosten des Factorings
Die Kosten des Factorings setzen sich aus den Zinsen für die Finanzierung der Forderungen und dem Factoringentgelt zusammen. Die Zinsen entsprechen den banküblichen Kontokorrentzinsen, die Laufzeit wird anhand des Zahlungseingangs der ausstehenden Forderungen berechnet. Fallweise kann für die Bonitätsprüfung ein weiterer Kostenfaktor hinzukommen. (Nutzen des Factorings)
Kreditversicherung
Auch der Abschluss einer Kreditversicherung dient dazu, sich vor Ausfallrisiken zu schützen. Im Unterschied zum Factor übernimmt die Versicherung das Risiko nicht zu 100 Prozent. Prämien für eine Kreditversicherung können bei der Zusammenarbeit mit einem Factor eingespart werden.
Kunden des Factors
Vorwiegend mittelständische Unternehmen aus mehr als 30 Branchen mit Umsatzwachstum und gewerblichen Abnehmern; es kann sich dabei um Hersteller, Großhändler oder Dienstleister handeln.
Liquidität
Wird vom Factor bereitgestellt; betriebswirtschaftliche Grundbedingung für soliden geschäftlichen Erfolg, häufig durch hohe Außenstände gefährdet. (Außenstände)
Mahnwesen
Teil des Debitorenmanagements, das bei den meisten Factoringvarianten auf den Factor übertragen wird.
Nutzen des Factorings
Verbesserte Liquidität durch Abbau der Außenstände, Einsparungen beim Einkauf durch Skonti und Rabatte, bis zu 100-prozentige Sicherheit vor Zahlungsausfällen, Kostenersparnis für das Debitorenmanagement, laufende Bonitätskontrolle der Debitoren, Wegfall der Kosten für eine Kreditversicherung, zusätzlich Verbesserung der Bilanzstruktur, Verbesserung des Standings bei Banken und Lieferanten.
Offenes Factoring
In Deutschland vorherrschende Form des Factorings, bei der die Debitoren über die künftige Zusammenarbeit mit dem Factor informiert werden.
Ottawa-Konvention
Ende 1998 ist die Ottawa-Konvention über internationales Factoring in Deutschland in Kraft getreten. Sie geht mit ihrem Regelungsinhalt weit über das Factoringgeschäft hinaus, da sie die Abtretung von Forderungen im grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehr generell vereinheitlicht und vereinfacht und dadurch die Finanzierung des Exports erleichtert.
Outsourcing
Auslagerung einzelner Betriebsfunktionen, Rationalisierungseffekt, Inanspruchnahme spezialisierter Dienstleister; Factoring ermöglicht das Outsourcing des kosten- und personalintensiven Debitorenmanagements.
Rabatte
Bringen Kostenersparnis beim Einkauf, lassen sich in der Regel durch Barzahlung erzielen. Vorteilhafte Einkaufskonditionen sind ohne ausreichende Liquidität kaum möglich. (Nutzen)
Rating
Kreditinstitute erstellen für jedes Unternehmen vor einer Kreditvergabe eine individuelle Bonitätsanalyse, ein sogenanntes Rating. Dabei handelt es sich um eine Kennzahl, die eine Ausfallwahrscheinlichkeit des Unternehmens kennzeichnet.
Risikoübernahme
Wichtige Leistung im Rahmen des Factorings; der Factor übernimmt im Gegensatz zur Warenkreditversicherung das Risiko bis zu 100 Prozent regresslos, er trägt also das volle Ausfallrisiko bei Insolvenz des Abnehmers ohne speziellen Nachweis (angenommener Delkrederefall).
Service des Factors
Umfasst das gesamte Debitorenmanagement und weitere Teilleistungen, z. B. Informationen über das Zahlungsverhalten der Debitoren.
Sicherheitseinbehalt
Dient dem Factor zum Ausgleich von Rabatten, Skonti oder eventuellen Mängeleinreden durch Debitoren; er beträgt zwischen 10 und 20 Prozent der gekauften Forderung und wird bei Fälligkeit verrechnet bzw. ausbezahlt. (Zahlungen des Factors)
Stammkunden
Wichtigste Kundengruppe jedes Unternehmens, die häufig weitgefasste Zahlungsziele in Anspruch nimmt. Mittelständische Unternehmen mit vielen Stammkunden sind typische Factoringnutzer.
Zahlungen des Factors
Der Factor zahlt unmittelbar nach Vorlage der Rechnungskopien bis zu 90 Prozent des Rechnungsbetrags aus; die Restsumme dient als Sicherheitseinbehalt und wird nach Fälligkeit unter Berücksichtigung von Skonti, Rabatten oder Retouren überwiesen.
Zahlungsziele
Zahlreiche Unternehmen räumen ihren Kunden großzügige Zahlungsziele ein und schaffen sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil. Für sie eignet sich Factoring besonders.
Zessionskredit
Kurzfristiger Kredit, der durch globale Abtretung offener Forderungen an ein Kreditinstitut gesichert wird. In der Regel beleihen Kreditinstitute aber nur inländische Forderungen und auch nur pauschal in Höhe von 40 bis 60 Prozent des abgetretenen gesamten Forderungsbestands.
Quelle: Deutscher Factoring-Verband e.V., Close Brothers Factoring